Wir sind etwas später gestartet als geplant, aber irgendwie ist am Wochenende früh aufstehen schwierig ;-)
Zur Mittagszeit waren wir dann an unserer Unterkunft, nach ca. 2 Stunden reibungsloser Autofahrt. Die Unterkunft haben wir über Cathrin's Freudin Alison aus Japan, deren Mutter ein Ferienhaus hat. Direkt am Smiths Beach gelegen, konnte man das Meer und die Steilküste vom Balkon aus sehen.Phillips Island ist nicht sonderlich groß, ca. 25 auf 10km, voll mit Rindern, Schafen, saftigen Wiesen und viel Steilküste und Strand.
Nach einem Souvlaki zum Mittag haben wir die Wanderung auf Cape Woolamai (Day walks Melbourne Nr. 40) in Angriff genommen. 8km Rund-"Wanderung" der einfachsten Kategorie. Los ging es am Strand, dann kontinuierlich der "Berg" rauf, auf der anderen Seite der Halbinsel wieder runter zum Strand. Am schmalsten Stück der Halbinsel (ca. 500m breit) wieder auf die andere Seite zum Parkplatz. Hört sich unspektakulär an, war
aber sehr schön. Teilweise Strände, teilweise Steilküste, schöne Vegetation, wirklich herrlich. Und endlich mal eine einfache Wanderung für Cathrin, ohne Quälerei und Nervenkitzel. Fast, denn der Rückweg am Stand soll man nicht bei Flut machen. Aber was soll man machen, wenn man gerade bei Flut da ist? ;-) Naja, es sah am Anfang einwandfrei aus, wer konnte ahnen das nach 1.5 km der "Strand" ausgeht vor lauter Flut. Naja, ein wenig in den steilen Dünen klettern, ein bisschen nasse Füsse, schon ist man am Ziel. War nicht schlimm, im Sommer wäre es spassig gewesen.
Danach ging es dann zur Penguin Parade, vermutlich DIE Attraktion auf Phillip Island. Leider haben sich an dem Abend nicht so viele Pinguine aus dem Wasser getraut, ich schätze in Summe nicht mehr als 20. Ist schon nett anzuschauen, wenn die 30cm kleinen Pinguine ängstlich in Wasser verharren, bis sie sich dann endlich trauen über den Strand zu ihrem Bau zu "rennen". Aber so richtig viel konnte man nicht sehen, die sind halt klein und
ca. 100m weg. Aber zum Glück rennen die Pinguine nachts überall dort rum, nicht nur am Strand. Nachts kommt jeder aus seinem Bau raus oder geht vom Meer zu seinem Bau. Dann kann man sich die süssen kleinen Pingus nochmal aus der Nähre betrachten, denn der Fussweg geht an vielen Pinguin-"Häusern" (Erdlöcher) vorbei.Abends dann noch lecker asiatische Nudeln und ab nach Hause.
Am nächsten Morgen gemütlich frühstücken und packen und dann ging es noch mal los, ein wenig den Rest der Insel erkunden. Der Pyramidenfels war als erstes dran. Das war ein Fels vor der Steilküste in Pyramidenform. Nicht grandios, aber nett. Wir sind dann noch ein Stündchen dort spaziert, haben ein Wallabee beim Sonnen gesehen und sind dann weiter zum
Blow hole. Das Blow hole ist eine Höhle, die von Wellen geflutet wird und das komprimierte Wasser dann geräuschvoll die Höhle verlässt. Hört sich spektakulärer an als es ist, aber auch das war nett. Es gibt hier viele Spazierwege an der Steilküste, einsame Strände und viel unberührte Natur, obwohl es ein Naherholungsgebiet für Melbourne ist.War schon schön und wir kommen vielleicht nochmal im Sommer, wenn der Wind nicht so kalt bläst.
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