Morgens sind wir so gegen 7:30 losgefahren und nach ca. 3 Stunden Fahrt in Halls Gap, die "Urlaubsstadt" in den Grampians. Geplant war eine Übernachtung in einer Acht-Mann-Hütte. Aber es war ja noch lange nicht Abend. Heute Stand der Wonderland Walk auf dem Programm. Start war im Tal in Halls Gap hoch zu den Pinnacles, einer der berühmten Felsvorsprünge. Der Beginn ist am Campingplatz, einem beliebtem Tummelplatz für Kängurus, das erste Highlight. Danach war nur noch "high", sprich wir mussten am Anfang einige Höhenmeter
zurücklegen. Aber im Vergleich zu unseren Wanderungen in Japan war das ein Spaziergang. Die anderen hatten keine wanderintensive Vergangenheit und hatten doch ziemlich zu kaempfen ;-) Der erste Kilometer war der härteste, da es nur steil bergauf ging. Aber wie immer wenn man hoch geht, wird man mit einem tollen Blick belohnt. Nicht ganz oben aber direkt unterhalb einer grossen Felswand ging die Wanderung ohne grössere Steigungen weiter. Die letzten paar hundert Meter zu den Pinnacles gingen dann durch ein Felsenmeer. Oben
angekommt stand man am Rand eine Felswand, an der es senkrecht (kommt einem zumindestens so vor ;-) ins Tal runter geht. Oben gabs dann ausgiebig Mittagessen zum Krafttanken. Vom Abstieg waren wir dann sehr positiv ueberrascht. die "Silent Street" ist eine 1 bis 2 Meter breit Schlucht, durch die man Richtung Tal geht. Sehr beeindruckend. Zwischenzeitlich war es dann wieder normaler Wald mit Felswänden. Kurz vor dem Wonderland Car Park gab es dann den "Great Canyon". Bei weitem nicht das gleiche wie in den USA, da es sich nur um ein paar hundert Meter handelt, aber es war schon spektakulär über die Stufen in den Canyon abzusteigen und dort weiter zu marschieren.Abschliessend ging es dann relativ gemütlich ins Tal, vorbei an "Venus Bath" eine glattgespuelte Passage eines Bachs, in dem sich kleine Badepfützen gebildet haben (Ich glaube da stand, Baden sei verboten. Vermutlich gilt das nicht für Venus ;-)
Noch ein paar Sachen im Supermarkt gekauft, dann gab es Abendessen. Pizza, jeder durfte eine machen, wurde dann mit allen geteilt.Da die Häuser nichts so dolle isoliert waren und August ein ziemlich kalter Monat ist, haben wir den Kamin zur "Weissglut" gebracht ;-)
Dann waren noch die Pläne für den nächsten Tag zu definieren. Im Prospekt haben wir ein Foto von Mt.Williams gesehen, bei Sonnenaufgang. Das sah beeindruckend aus, also dachten wir, dass muessen wir sehen! Problem nur, dafür muss man um
5:00 Uhr aufstehen und braucht gutes Wetter. Also Wecker gestellt, um 5 rausgeschaut. Man konnte ein paar Wolken sehen, aber auch viel Sterne. Prima, los geht. 5:30 Abfahrt, nochmal durch die Baumwipfel geschaut, sternenklar!Nach einer knappen halben Stunde waren wir dann am Parkplatz zu Mt.Williams. Aber da war nix von Sternen, nur Wolken. Mal grob umgeschaut, war ja noch ziemlich dunkel. Eine geschlossen Wolkendecke über den ganzen Grampians, nur ganz lokal eine Lücke. Genau da war unsere Hütte...
Egal, vielleicht ist ja oben wieder alles klar, muessen ja noch ca. 2 km steil bergauf laufen. Aber da waren wir zu optimistisch, denn oben war alles dich, noch keine 50 Meter konnte man schauen. Wir haben trotzdem den Sonnenaufgang abgewartet, den man daran erkennen konnte, dass der Nebel eine leicht gelbliche Farbe bekommen hat. Es war ca. 3°C sehr starker Wind und
Nebel und das um ca. 7:00. Natürlich sind wir dann enttäuscht wieder zurück. Auf dem Rückweg wurden wir dann ein wenig entschädigt, denn die Wolkendecke riss teilweise auf, was ein schönes Lichtspiel ergab.Zu Hause gab es dann Frühstück, aufräumen und dann zu den Standard Sehenswürdigkeit, den "Balconies". Dort waren wir letztes Jahr schon gewesen, also keine Überraschung, aber immer noch beeindruckend. Darauf folgte der Borooka-Lockout, den wir auch schon kannten, bevor es in den Süden der Grampians nach Dunkeld ging, wo es ein ausgezeichnetes Restaurant gab. Das Restaurant hat nur Abends auf und man muss Monate vorher buchen, daher mussten wir mittags mit dem Bistro vorlieb nehmen. Das Essen war ganz gut, aber nicht rekordverdächtig.
Nach dem relativ späten Mittagessen mussten wir auch schon den Heimweg antreten. Yoshi hat noch eine Dairy Farm entdeckt, bei der es verschiedenste Schafsmilchprodukte gab.






